Verband der Kleingärtner Baden-Württemberg e.V.
Südkoreanisches Fernsehen beim VKBW
Hauptdarsteller zu besten Sendezeit im Abendprogramm des Südkoreanischen Staatsfernsehen zu sein, das ist sowohl für den Gartenbauingenieur als auch für Alfred Lüthin, den Vorsitzenden des Verbandes der baden-württembergischen Kleingärtner und Geschäftsführer des Bezirksverbandes nicht alltäglich. Zwei Tage war das südkoreanisches Fernsehteam in Karlsruhe, einen Drehtag im Leipziger Kleingartenmuseum und ein Tag in München, um einen Dokumentarfilm über das deutsche Kleingartenwesen zu drehen.
„Seit wir 2002 mit dem Bau der ersten Kleingartenanlagen in Südkorea begonnen haben, interessieren sich in unserem Land viele Menschen für das Kleingartenwesen“, erklärt Kim Eung-il, der Redakteur des Filmteams.
Und so wird der 45-minütige Film im Dezember auch vom zweitgrößten Fernsehsender des Landes ausgestrahlt. Aus Karlsruhe stellt das Team das Bodenlabor des Bezirksverbandes der Gartenfreunde vor, filmte in der Kleingartenanlage Rheinstrandsiedlung und interviewte Alfred Lüthin und Ferdinand Killius.
„In der Anlage Rheinstrandsiedlung stellte uns das Gartenbauamt einen so genannten Hubsteiger zur Verfügung, so dass der südkoreanische Kameramann die Kleingärten von oben filmen konnte“, erzählt Alfred Lüthin.
Bei dem Interview mit dem Vorsitzenden des VKBW interessierten sich die Asiaten besonders für das Bundeskleingartengesetz, die Organisation und Struktur des Karlsruher Kleingartenwesens und die Kriterien nach denen Karlsruher Kleingärten vergeben werden. „Südkoreanische Kleingartenanlagen drohen sich derzeit zu Grün- und Freizeitanlagen für wohlhabende Koreaner zu entwickeln, dem will das Filmteam mit seinem Film wohl entgegenwirken“, erklärt sich Alfred Lüthin das große Interesse von Kim Eung-li am Bundeskleingartengesetz. Von der Tatsache, dass der Bezirksverband die Vergabe von Kleingärten an kinderreiche Familien fördert, war das Filmteam jedenfalls begeistert.
Genau so begeistert wie sie von den begrünten Karlsruher Hinterhöfen waren, die sie besichtigen durften. „Wer die zubetonierten südkoreanischen Großstädte kennt, den wundert das nicht“, meinte Ferdinand Killius dazu.






















