Verband der Kleingärtner Baden-Württemberg e.V.

Die Frühlingsboten

Zu den ersten unserer wilden Frühlingsboten gehört eine alte Heilpflanze: der Huflattich. Bereits Ende Februar zeigt der Verwandte des Löwenzahns seine gelben Blüten. Die meisten kennen ihn wohl in seiner getrockneten Form. Dank der schleimlösenden Wirkung seiner Inhaltsstoffe findet er nämlich noch heute Verwendung als Hustentee.
Zu den vielen wilden Frühlingboten, die als Kulturform auch Eingang in unsere Gärten gefunden haben, zählt neben Schneeglöckchen und Osterglocke auch das schöne Märzenveilchen.
Es erfreut uns nicht nur mit seinen blauen Blüten sondern vor allem auch mit seinem Wohlgeruch. Schon im frühen Mittelalter wurde die in der Volksheilkunde für allerlei Leiden eingesetzte Blume in den Klostergärten angepflanzt


Die Schlüsselblume

In unseren Wäldern sind es die weißen und gelben Buschwindröschen, die früh im Jahr den Boden mit einem einzigen Blütenmeer überziehen. Gemeinsam mit den schönen Schlüsselblumen zählen sie zu den Geophyten. Blumen, die nur in der kurzen Zeit wachsen können, in der die Frühlingssonne den Waldboden erreicht.
Schlüsselblumen sollen übrigens entstanden sein als Petrus einst von seinen vielen Schlüsseln, die er als Wächter der Himmelstüren immer mit sich trägt, einen verloren hat.


Zu unseren Frühjahrsblühern gehören auch einige unserer schönsten und seltensten Blumen. Das Lungenkraut, das vor allem in warmen Buchenwäldern wächst, das kleine Leberblümchen, die Küchenschelle, das Adonisröschen und der exotische, giftige Seidelbast, ein seltener Strauch dessen Blüten im Frühjahr noch vor den ersten Blättern erscheint. Viele dieser schönen Blumen findet man heute fast nur noch als Zuchtformen in unseren Gärten. Ihre wilden Ahnen sind leider vielfach vom Aussterben bedroht.