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Blutsauger auf dem Vormarsch

Blutsauger auf dem Vormarsch
Offene Regentonnen, vollgelaufene Topfuntersetzer – als Containerbrütler fühlt sich die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) in künstlichen Wasserbehältnissen besonders wohl. Die aus tropischen und subtropischen südostasiatischen Regionen stammende Stechmücke mit ihrer auffälligen schwarz-weißen Zeichnung verbreitet sich in Zusammenhang mit weltweiten Warentransporten und mit Fernreisen zunehmend. In Europa wurde sie erstmals 1979 in Albanien nachgewiesen und 1990 mit einer Schiffsladung gebrauchter Reifen aus den USA nach Italien eingeführt, wo sie in der Folge in fast allen Regionen heimisch wurde. Für Deutschland ist das Vorkommen der Mücke erstmals 2007 von einer baden-württembergischen Autoraststätte dokumentiert. Und auch in einer Kleingartenanlage bei Freiburg fand man 2015 hunderte Larven, Puppen und auch ausgewachsene Tigermücken. Die Population wurde allerdings früh entdeckt, weshalb eine Massenvermehrung verhindert werden konnte. 

Ausbreitung noch unsicher

Bisher ist es nicht sicher, ob die Tigermücke sich bei uns weiter ausbreiten und etablieren kann – bisher scheinen dem noch die kalten, frostigen Winter entgegenzustehen. Wie sich der Klimawandel auf die Ausbreitung der Tigermücke auswirken wird und ob sie sich eventuell auch an kältere Bedingungen erfolgreich anpassen kann, ist allerdings kaum vorherzusehen. 
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Übertragen Krankheiten

Die meisten eingeschleppten oder eingewanderten Tierarten, die als Schädlinge in Erscheinung treten, fallen unangenehm auf, weil sie sich von Nutz- oder Zierpflanzen ernähren. Daneben gibt es aber auch Arten, die eine Gefahr für Mensch oder Tier darstellen.

Dennoch wichtig: Tigermücken keinen Lebensraum bieten

Weil die Asiatische Tigermücke beim Blutsaugen Krankheiten wie das Dengue-, Zika- oder Chikungunyafieber überträgt, ist sie auch für den Menschen gefährlich. Gerade im Hinblick auf die Klimaerwärmung ist eine Bekämpfung daher umso wichtiger. Im eigenen Garten können Brutstätten leicht vermieden werden. So empfehlen sich das Abdecken von Regentonnen, ein regelmäßiges Wasserwechseln bei Vogeltränken und das Trockenhalten von Topfuntersetzern. Grundsätzlich sollten Wasserstellen spätestens alle zehn Tage kontrolliert und das Wasser entfernt werden. Brütet die Asiatische Tigermücke bereits, kann Bacillus thuringiensis israelensis (BTI) eingesetzt werden. Bei dem biologischen Wirkstoff BTI handelt es sich um einen Proteinkomplex, der gezielt Stechmücken abtötet und bei sachgemäßer Anwendung keine anderen Organismen schädigt. Wenn Sie Tigermücken bei sich im Garten vermuten, wenden Sie sich bitte an den Bezirksverband der Gartenfreunde Karlsruhe
oder direkt an die Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS e. V.): www.kabsev.de.
Slogan Bezirksverband der Gartenfreunde Karlsruhe

Adresse

Verband der Kleingärtner Baden-Württemberg e.V.
Schwetzinger Str. 119
76139 Karlsruhe

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